Hilfe für 2.534 SchülerInnen der Mkolani primary school Nyamagana

Eigentlich reichte schon der erste Blick durch die mit Eisenstäben vergitterten Fenster in die Klassenräume.
Dort standen eng zusammengedrängt alte verbogene und zum Teil aufgerissene Blechtische als Schulinventar.

Bis dahin wussten wir nicht, dass den 2.534 Schülerinnen insgesamt nur 8 Klassenräume zur Verfügung stehen und der
Unterricht daher in 2 Turnussen abgehalten wird. Wir wussten auch nicht, dass 1.260 der Kinder HIV-Waisenkinder sind.

Sie leben unter einfachsten Bedingungen bei ihren alten und arbeitslosen Großeltern. Viele von ihnen schaffen es nicht,
den Kindern einen Pullover (Schuluniform), intakte Schuhe oder Hefte und Bleistifte zu kaufen.

Nicht nur für diese Kinder ist es normal, dass sie mit leerem Magen zur Schule kommen und diese ebenso wieder verlassen.

Die meisten dieser Kinder haben maximal eine Mahlzeit pro Tag – und das ist meist ein Teller „Ugali“
(Maissterz), mit dem der Magen gefüllt wird, um nicht hungrig in die Nacht gehen zu müssen.

In der gesamten Schule gibt es weder Wasser noch Strom. Allen 2.534 SchülerInnen und
insgesamt 42 LehrerInnen stehen nur 12 Toiletten (Plumpsklo) zur Verfügung.

Das bedeutet: jeweils 215 Schüler/Lehrer benützen eine Toilette. Auf unseren Wohnort St. Georgen im Attergau
umgerechnet, hieße das, dass sich ca. 4.000 Einwohner mit 20 Toiletten (ohne Wasser) begnügen müssten.
Aufgrund der Knappheit an Klassen, die für 45 Schüler gebaut sind, werden in einem Klassenraum
bis zu 200 SchülerInnen unterrichtet.

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